Zahnriemen und Zahnscheiben für Stubbenfräsen.

Einführung in die Antriebstechnik mit Zahnriemen und Zahnscheiben :

zur Navigation

Da ich mit Stubbenfräs-Zubehör handele, und auch die Poly Chain Zahnriemen und Zahnscheiben im Programm
habe, möchte hier einige Erläuterungen zu dem Antriebssystem abgeben.
Der größte Treibriemenhersteller der Welt ist die US amerikanische Gates Rubber Company,die die Poly Chain
Zahnriemen und Zahnscheiben herstellt. Mit den Poly Chain Zahnriemen wurden die bis dahin sehr pflegebedürftigen
Kettenantriebe ersetzt. Die Kettenantriebe waren auf eine gute Schmierung angewiesen, was von Fall zu Fall sehr
aufwendig war. Einige Stubbenfräshersteller hatten in der Anfangszeit die Schneidräder mit Stahlketten angetrieben.
Doch war man davon nicht sehr angetan, weil die Schmierung in der ersten Zeit sehr einfach konstroiert war, und
eine besondere Beobachtung des Fräsers erforderlich machte. Wenn ich mir alte Fotos ansehe und die großen
Ölflecke unter den abgestellten Schneidrädern auf Betonflächen sehe, kann ich mir vorstellen wie froh die Anwender
waren,als die Zahnriemen rauskamen.

Die Vorteile des Zahnriemens :

Der Poly Chain Zahnriemen ist in der heutigen Antriebstechnik überall anzutreffen. Er ist resistent gegen,Chemikalien
Öl und Korrosion. Desweiteren besticht die Einfachheit der Anwendung.
Mit einem Wirkungsgrad von 98% stellt der Poly Chain GT2 ein modernes Antriebselement dar, welches voll und
ganz dem Trend nach energiesparenden Antrieben gerecht wird.
Der Ploy Chain GT2 benötigt keine Schmierung, ist daher umweltfreundlich und schont die Betriebsmittel.
Es tritt im laufenden Betrieb keine Längung ein.Geringfügiges Nachspannen ist vieleicht in der Einlaufphase erforderlich.

Aufbau und Bestandteile des Zahnriemens :

Der Zugkörper besteht aus Aramid-Fasern die dem Riemen seine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit verleihen.
Aramid-Fasern haben einen höheren E Modul als Stahlcord bei sehr geringer Dehnung. Ihre Biegewechselfestigkeit
ist außerordentlich hoch, und durch die hohe Kerbschlagfestigkeit widersteht der Zugkörper auch Stoßbelastungen.
Die elastische Mischung aus der Zähne und Rücken des Riemens bestehen, ist ein für gute Adhäsion zum Cord
und Gewebe neu entwickeltes Polyurethan.
Die Mischung ist hochresistent gegen Chemikalien,Öle,Verschmutzungen und gegen Abrieb,dadurch sehr haltbar.
Einsatzfähig auch unter extremen Temperaturen ( -54 GradC bis +85 Grad C ).
Poly Chain Zahnriemen sind sensibel gegenüber Knicken. Hierdrauf ist bei Lagerung und Montage zu achten.

Meine Erfahrungen und Fragen von Kollegen und Kunden :

Meine Erfahrungen mit Poly Chain Zahnriemen bestehen seit 1994 und sind im Grunde positiv.
Bei meiner Carlton 4400-4 ( heute identisch mit 7015 ) habe ich den ersten Zahnriemen nach 980 Betriebsstunden
gewechselt.Dieses war erforderlich, weil die Antriebszahnscheibe verschlissen war. ( Zähne werden spitz )
Der Zahnriemen macht optisch einen ordentlichen Eindruck, und ich hätte ihn mit den beiden neuen Zahnscheiben
wieder einbauen können.Das wollte ich nicht,wiel ich nicht wusste was er noch an Stunden machen würde,und ich
mir nochmalige Montagearbeit sparen wollte. Meinen neuen werde ich bis zum Riß fahren um die Lebensdauer
auf meiner Carlton 4400-4 zu erfahren.

Frage eines Kollegen : Ich Fahre eine Rayco RG 50 mein Zahnriemen hält 50- bis 80 Betriebstunden.Letztens
habe ich beide Zahnscheiben und den Zahnriemen gewechselt, und trotzdem riß der Riemen nach 50 Betriebsstunden.

Meine Antwort : Das Problem ist so alt wie es die RG 50 gibt. Schönes Design macht noch keine Stubbenfräse
Die RG 50 hat 49 PS und der Zahnriemen ist 37 mm breit. Rayco ist dieses Problem bekannt, es wurde nicht beseitigt.
Meiner Meinung ist das größere Übel der hydrostatische Antrieb.Der Antrieb zum Schneidrad erfolgt über einen
Zahnriemen. Das Öl bei einem hydrostatischen Antrieb wird sehr heiß, diese Wärme überträgt sich am Ölmotor
auf die Zahnscheibe wodrauf der Zahnriemen läuft. Zahnriemen vertragen Temperaturen bis +85 Grad C.
Gates arbeitet zur Zeit an einem Zahnriemen der 135 Grad C aushalten soll. Meine Meinung geht in die richtige
Richtung, denn letztens erfuhr ich, das bei einer RG 90 mit 88 PS der Zahnriemen bei ca.300 Stunden gerissen ist.
Bei der RG 90 ist der Zahnriemen wie bei der Carlton 4400-4 68 mm breit.

E-mail eines Kollegen vom 23,01,09 : Er bestätigte meine Aussagen zu dem Thema RG 50 und berichtete mir.
Den letzten Zahnriemen habe ich nach ca.30 Stunden von der Zahnscheibe abgekratzt. Er war dahingeschmolzen.
Als Geschäftsmann und Kollege habe ich Ihm gleich ein Top Angebot für einen neuen RG 50 Zahnriemen gemacht,
das er dankend annahm. Er wäre sehr frustriert,habe sich aus diesem Grunde auch eine Carlton bestellt.

Ansicht meines Zahnriemens nach 1120 Betriebsstunden : Beim Schneidradlager wechseln habe ich den
Zahnriemen ausgebaut und eingehend begutachtet.Zahnscheiben und Zahnriemen haben 1120 Betriebsstunden gelaufen.
Die Amis sagen dazu "Moneymaker",denn in dem schonenden Umgang mit den Betriebsressourcen liegt die Zukunft.
Jetzt wird es auch für mich spannend,denn ich fahre den Zahnriemen bis zum Riss,und werde dann darüber berichten.

Bilder durch anklicken vergrößern

Berichterstattung über die neuen Zahnriemen : Die neuen Zahnriemen sind da,es geht hier vor allem um die höhere
Temperaturverträglichkeit des Zahnkörpers. Diese liegt bei 120 im Dauerbetrieb und kann kurzfristig 140 erreichen.
Es gibt den Zahnriemen jetzt in vier Ausführungen :
1 ) Den normalen Gates Poly Chain GT2 Zahnriemen für Dauertemperaturen bis 85.
2 ) Den normalen Gates Poly Chain GT Carbon-Riemen für Dauertemperaturen bis 85 und Übertragung höherer Zugkräfte.
3 ) Den Neuen Gates Poly Chain GT Carbon High Temperature für Dauertemperaturen bis 120,kurzfristig bis 140
und ebenfalls Übertragung höherer Zugkräfte.

4 ) Den Neuen Gates Poly Chain GT Carbon Hot Oil dieser ist sogar in Öl mit einer Temperatur bis 120 einsetzbar.

Die Spalte Kunden- und Kollegenfragen wird laufend erweitert.

Sollten Sie noch Fragen haben , senden Sie diese per E mail an mich , ich werde versuchen sie zu beantworten.

Zurück zur Hoppe-Technik

Seitenanfang