Berkili

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Beitragvon Groschen » Sa 20. Aug 2011, 16:35

Möchte hier mal meine Stubbenfräse vorstellen. Es ist ein Modell der Fa. Berkili, die unterschiedliche Modelle von Stubbenfräsen, Buschholzhackern, Erdaufbereiter u.v.m. herstellt. Es ist eine kleine Maschinenbaufirma aus dem Sauerland und verbaut auf ihren Maschinen Standartbauteile in handwerklicher Qualität.

Kenndaten der Junior Cut

- 13 PS Honda Motor
- Fräsradantrieb über drei Keilriemen
- Fräsrad mit 8 Meißeln im 5/8 Zollgewinde
- gebremstes rechtes Rad über Trommelbremse
- Spannmechanismus über den verschiebbaren Motorblock, der in Langlöchern mit dem Chassis verbunden ist und durch vorder- und hinterseitige Schrauben gespannt oder entlastet wird.
- Maschinengewicht rund 125 kg

Detailaufnahmen werde ich noch nachreichen.

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Gruß Marc
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Re: Berkili

Beitragvon schotterpilot » Mi 10. Okt 2012, 19:47

Hallo Groschen, mich würde mal interessieren, ob du auch Probleme mit der Bremse hast? Soll heißen, dass sich der feine Staub auf den Belägen festsetzt und dann das Rad blockiert.
Habe inzwischen weitgehende Vorkehrungen getroffen, um den Staub vom Bremsrad fernzuhalten, da trotz ausblasen mit Druckluft und Feinarbeiten an der Bremse das Rad permanent blockiert!
Den bei mir vorhandenen Chinamotor hab ich inzwischen gegen einen Honda getauscht, der nun endlich problemlos seinen Dienst verrichtet.( ich kann nicht verstehen warum man, um ein paar Euros zu sparen, so einen Schrott verbaut!?)
Weiterhin ist mir schon zweimal der Deckel von den Keilriemen abgebrochen, die Halterung habe ich ebenfalls verstärkt!
Den Kundenservice der Fa. Hollmann muß ich in meinem Fall leider als :? bezeichnen. Preisanfragen werden dort nicht gern gesehen!
Aber ich kaufe meine Teile nicht beim Händler mit der schönsten Frisur sondern dort, wo Preis- Leistung passt!
Beispiel: Eine Spannhülse für die Riemenscheibe wollte man mir dort für über 30€ incl. Versand verkaufen, beim Händler um die Ecke hab ich dafür 7,50€!! bezahlt!
Fazit: Die Maschine funktioniert im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut, wenn diverse Kinderkrankheiten nicht wären, bzw. schon von Werk aus bessere Teile verwendet würden! Für den schmalen Geldbeutel ist die Maschine ok, Frästiefen von 40cm sind auch machbar!
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Re: Berkili

Beitragvon Franz » Mi 10. Okt 2012, 20:01

Sehr gut.
Ich nehme an die Hollmänner lesen mit.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Berkili

Beitragvon SP7015 » Fr 12. Okt 2012, 05:19

Frästiefen von 40cm sind auch machbar!


Bei Stammdurchmessern bis 25cm, oder? :oops:
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Re: Berkili

Beitragvon schotterpilot » Fr 12. Okt 2012, 13:19

SP7015 hat geschrieben:
Frästiefen von 40cm sind auch machbar!


Bei Stammdurchmessern bis 25cm, oder? :oops:


Du redest Unsinn!
Erkläre mir, was der Stammdurchmesser mit der Tiefe zu tun hat!
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Re: Berkili

Beitragvon Groschen » So 14. Okt 2012, 12:44

Moin,

also ich habe die Fräse jetzt seit ca. 2 Jahren in Betrieb und kann von Ausfällen bisher nichts berichten. Auch die Bremse funktioniert bei mir einwandfrei. Einmal habe ich sie bisher nachstellen müssen, aber ansonsten läuft und bremst die Fräse ohne Probleme. Ich hattte mich damals extra für den Honda Motor entschieden, weil ich schon ahnte, dass der China-Motor beizeiten Probleme machen könnte. Ich betrachte die Maschine als eine Art "Immer-dabei-Fräse" zum Fräsen einzelner Stubben nach erfolgten Baumfällungen durch mich. Somit läuft die Fräse zwar nicht täglich aber kontinuierlich zwischendurch. Sie müsste jetzt so ca. 35 Stunden gelaufen haben und hat in der Zeit Stubben von 15 - 95 cm Durchmesser gefräst. Also 40 cm Frästiefe sind machbar, das angenhmere Arbeiten sind allerdings Frästiefen zwischen 20 und 30 cm Tiefe bei Durchmessern bis ca. 70 cm.

Mein Fazit nach 2 Jahren.

- Gutes Preis- Leistungsverzeichnis
- der Hondamotor sollte immer die erste Wahl sein.
- Werkseitige Fräsmeißel haben ein gute Standzeit
- dreifacher Riemenantrieb ist sinnvoll.
- die Bauweise und Lackierung ist etwas, nennen wir es mal, rustikal aber behindert die Arbeit nicht.
- Als Fräse, die nicht jeden Tag laufen muss, durchaus zu empfehlen. Sollte man mehr und öfter fräsen, dann entweder eine Maschine mit elektromagnetischer Messerkupplung oder gleich eine vollhydraulische und selbstfahrende Maschine wählen.
- das Verfahren an der Arbeitstelle ist durch den fehlenden Antrieb mitunter etwas beschwerlich.
-Zum Kundendienst der Hollmänner kann ich nichts groß sagen, da ich ihn noch nicht benötigt habe.

Gruß vom Groschen
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Re: Berkili

Beitragvon SP7015 » So 28. Okt 2012, 18:48

schotterpilot hat geschrieben:
SP7015 hat geschrieben:
Frästiefen von 40cm sind auch machbar!


Bei Stammdurchmessern bis 25cm, oder? :oops:


Du redest Unsinn!
Erkläre mir, was der Stammdurchmesser mit der Tiefe zu tun hat!


Den Unterschied musst du ja selber merken ;)

Wie lange brauchst du für einen 100 cm Stock bei 40 cm Frästiefe?

Mfg
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Re: Berkili

Beitragvon marksman » Mo 29. Okt 2012, 16:07

Kommt immer auf Baum und Boden drauf an und wenn man Groschens Leistung von 35 Stunden in 2 Jahren sieht so ist die Maschine nur zum "ausputzen" gedacht.
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Re: Berkili

Beitragvon Groschen » Mo 29. Okt 2012, 22:27

Moin,

genau, es ist eine Maschine für den gelegentlichen Einsatz, quasi eine "Immer-dabei-Fräse".

Beim Kunden einen Baum fällen und gleich den Stubben mit ausfräsen. Das ist das, wofür diese Fräse angeschafft wurde.

Sollte ich meinen Lebensunterhalt ausschließlich mit Fräsen bestreiten, dann wäre es definitiv die verkehrte Maschine. Das wären aber unabhängig vom Hersteller alle handgeführten Stubbenfräsen.

Durch den recht geringen Anschaffungspreis und den oben genannten Gründen, kann man es sich dann auch schon mal erlauben an einem stärkeren Stubben etwas mehr Zeit zu investieren.

Hat man eine große Fräse mit dem zigfachen als Anschaffungspreis, dann muss sie laufen und über die Masse der zu fräsenden Stubben den Preis wieder reinholen....

Sollte der einzelne Stubben an sich oder die Menge der zu fräsenden Wurzelstöcke mal zu groß sein, dann wird das halt extern vergeben. Aber für die hier allgegenwärtige Gartenfichte ist die kleine Berkili genau richtig.

Gruß Groschen
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Re: Berkili

Beitragvon Franz » Di 30. Okt 2012, 05:12

Sehr vernünftig Groschen,
die gelegendliche Kraftmeierei der Bolidenfräser, ( mich inbegriffen ) ist in einem Forum normal.
Es ist aber Fakt,daß diese Leute nicht nur vom Fräsen leben,sondern ihre Maschinen aus anderen Arbeiten bezahlen.
Dazu kommen die nicht unerheblichen Reparaturkosten.
So,nun noch eine kleine Kraftmeierei von mir,eine Baufeldfräsung 106 Stk. Stubben mit Gesamtdurchmesser von 3409 cm in 9 Std gefräst, 35 cm tief.
Sehr unsauberer Untergrund,reichlich alter Bauschutt,und Eisenteile,für meine Sandvikmeißel kein großes Ereignis.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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