Hartlöten mit Lötfolie

Hier können sich Fräser austauschen die HM-Platten auflöten.

Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Franz » Mi 30. Mär 2011, 17:50

Es geht nur um das Flußmittel,und zwar um die Wirksamkeit des Flußmittels auf die Lötung.
Nach 4 Minuten nimmt die Schutzfunktion des Flußmiitels auf die Lötung ab.
Das heißt,daß Sauerstoff eindringen kann,und so die Lötung geschwächt wird.

Mit der Lötzeit hat das nichts zu tun.
Es wird mit neutraler Flamme gearbeitet,Acetylenüberschuß braucht nicht angewendet werden,weil es sich bei dem Silberlot
um ein heutiges High Tech Erzeugnis handelt mit einer Arbeitstemperatur um die 650°.

Zur Löttemperatur,das Lot kann nicht überhitzt werden,selbst wenn Du eine zu hohe Temperatur angewand hast ist die
Lötung noch in Ordnung,nur dann hängt ein Teil des abgeflossenen Lots an der Unterseite des Fräsmeißels.

Auch sollte man sich nicht von sogenannten Experten vollabern lassen,sondern durch seine eigene Erfahrung zum Könner werden.

Du solltest mein Motto kennen, ( Lerning by doing ) kannst noch so alt werden,lernst jeden Tag dazu.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Martin » Fr 1. Apr 2011, 18:40

Danke Franz für die Informationen!!!!
Grüße
Martin
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Martin » So 22. Mai 2011, 17:55

Mal kurz eine Frage zum Plattensitz. Momentan schleife ich die Plattensitze mit einer Eisenfeile.
Würde das ganze auch mit einem Dreiecksschleifer oder einem anderem Schleifer gehen den das Schleifen geht irgendwann auf die Substanz ;)

Grüße
Martin
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Franz » So 22. Mai 2011, 18:22

Ich habe in meiner Lehrzeit ( 3,5 Jahre Maschinenschlosser )
über ein halbes Jahr nur gefeilt.
Mit drei Feilstrichen ist der Plattensitz gerade gefeilt metallisch blank.
Wenn Du die Platte mit einer kleinen Pumpenzange abgenommen hast,
dann wird der Plattensitz nochmal soweit erwärmt bis das Silberlot fließt,
jetzt wird mit einer Drahtbürste das restliche Silberlot abgebürstet,
und der Plattensitz ist sauber.Jetzt wird gefeilt.
Das Feilen ist das einfachste,genaueste,und kostengünstigste.

Nachträglich noch meinen Glückwunsch zum Geburtstag !
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Gruß
Franz
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Martin » Mo 23. Mai 2011, 05:13

Danke Franz!
Das war dann ein Fehler von mir. Ich habe die Platten abgenommen und den Fräszahn abgelegt. Kein Wunder also das ich da länger beschäftigt bin!

Grüße
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon wurzelandy » So 9. Mär 2014, 16:39

Hallo Kollegen,

will mal hier von meinen ersten Versuchen mit dem Auflöten berichten:

Obwohl ich schon über 12 Jahre fräse, habe ich mich bisher noch nicht an das auflöten herangewagt. Der Grund war: Ich hatte keine Lust mir ein Autogenschweißgerät zu kaufen. Zum einen die Kosten und zum anderen ist meine Werkstatt schon derart voll, dass ich auch den Platz nicht so recht hatte.

Irgendwann habe ich aber dann doch mal mit meinem Schweißerfachhandel über das Hartlöten gesprochen und er empfahl mir es mit reinem Acethylen und einem sogenannten Turbobrenner zu probieren. Gesagt/Getan: es klappte problemlos und ist in der handhabe wirklich einfach. Ausprobiert an China-Zähnen und auch erstmal ohne Halterung. Die Hartmetallplatte habe ich einfach mit einem alten Schraubendreher auf dem Plattensitz mit einer Hand gehalten und mit der anderen Hand den Brenner geführt. Auf Dauer nicht sehr komfortabel und genau, aber zum probieren reichte es erst mal.
Die Kosten für diese Ausrüstung: 10 liter Ace-Flasche: 200,-, Druckminderer: 40,-, Schlauch: 10,-, Brenner (REMS Acetylen Macho Gaslötbrenner): 120,-. Der Brenner hat eine Piezo-Zündung und ist damit in der Anwendung wirklich komfortabel: Abzug drücken-Gas kommt und wird entzündet. Abzug loslassen: Brenner geht aus, Gaszufuhr geschlossen.

Resümee: Auflöten ist wirklich keine schwere Sache und geht auch relativ zügig. Allerdings ist - wie schon mehrfach im Forum geschrieben - das Auflöten nur die eine Sache; das Aufarbeiten der Zähne durch Verschleißnähte die andere Sache. Ich werde es mir also schon noch mal ernsthaft überlegen, ob ich die Leerlaufzeit im Sommer lieber am Badestrand oder in der Werkstatt verbringen möchte.
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon wurzelandy » Do 21. Aug 2014, 06:08

Hallo Kollegen,

noch eine kleine Ergänzung zum Thema Auflöten:

Ich hatte mehr aus Interesse mit dem Auflöten begonnen. Ich hatte auch so meine Zweifel, ob es sich wirtschaftlich lohnt.

Nach einigen Lötungen und Fräsungen mit den selbst aufgelöteten Zähnen ( Yellows ) habe ich festgestellt, dass die von Franz gelieferten Hartmetallplatten wesentlich standfester sind als die orginalen.
Ist natürlich mehr subjektiv, als das ich es mit Messungen und dergleichen belegen könnte. In jedem Fall ein Punkt, der für dasSelbst - Auflöten spricht.
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Franz » Do 21. Aug 2014, 07:33

wurzelandy hat geschrieben:Hallo Kollegen,

noch eine kleine Ergänzung zum Thema Auflöten:

Ich hatte mehr aus Interesse mit dem Auflöten begonnen. Ich hatte auch so meine Zweifel, ob es sich wirtschaftlich lohnt.

Nach einigen Lötungen und Fräsungen mit den selbst aufgelöteten Zähnen ( Yellows ) habe ich festgestellt, dass die von Franz gelieferten Hartmetallplatten wesentlich standfester sind als die orginalen.
Ist natürlich mehr subjektiv, als das ich es mit Messungen und dergleichen belegen könnte. In jedem Fall ein Punkt, der für dasSelbst - Auflöten spricht.


Sollte allgemein bekannt sein,in Sachen Hartmetall macht mir keiner was vor.
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Gruß
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon marne » Do 21. Aug 2014, 18:08

Franz, kannst du eigentlich auch Platten liefern, die auf Multi-Tip Zähne passen?
Mir kommen die irgendwie viel zu weich vor.
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Re: Hartlöten mit Lötfolie

Beitragvon Franz » Fr 22. Aug 2014, 17:55

Hallo Marne,
die Multitipplatten habn eine eckige Form an der Schneide,sind aber von der Breite und der Dicke gleich meiner Raycoplatten.
Meine Platten haben an der Schneide einen Radius.
Wenn man diese Form akzeptiert könnte man diese Platten einsetzen.
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Gruß
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