Korrekt Kalkuliert ?

Hier können sich Fräser über die Preisgestaltung austauschen.

Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon greenhorn » Mi 4. Jun 2014, 19:33

Stelle meine Zeilen in die Rubrik Preisgestaltung - da dort sinnvoller........


Der Hinweis von Franz, das ein Segment ( z.B. Zahnfleichkauer) unwirtschaftlich ist, kann ich nicht nachvollziehen.

Unwirtschaftlich ist nach meiner Ansicht weder handgeführt/ 30 Ps mittelklasse/oder Ps- Kracher, sondern der Preis und Ertrag der für eine Leistungen erreicht wird.

Und daran hapert es gewaltig wenn der Kostenaufwand bei einem Fräsen von einer 1,00 m Stubbe bereits bei mind. € 50,-- ( handgeführte) und € 90,-- (bei einem Ps-Kracher) liegen.

Dann noch die absoluten "Spezialisten" die wissentlich mit Verlusten oder einer Nullnummer mit der Fräse losziehen und Ihre Verluste mit Baumfällarbeiten oder Gartenbau ausgleichen versuchen.. .....

Diese sollten sich fragen ob es nicht besser wäre am morgen im Bett zu bleiben oder was nützliches an zu gehen.

Der Dank der Kollegen ist Ihnen auf jeden Fall gewiss..... und alle profitieren von anständigen Preisen.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon greenhorn » Mi 4. Jun 2014, 19:33

OK

zum nachmachen und nachrechnen wobei alles relativ ist und jeder sein Potential hat wo er meint noch zu sparen...

als Beispiel: handgeführte- EK 5000,--nach 3 Jahren neue, da verbraucht, Verschleiß/Reparaturen/Wartung nach 5 Jahren Ausgaben gesamt 15.000,--

Gerätevorhaltung anteilig 6,--
Benzinkosten 2 Stunden fräsen 10,--
Transportkosten mit Hänger 40 km a -, 60 Cent 24,--

Fixkosten für vieles u.a. 10,--
Haftpflicht/Stbe.
Telefon/ Fax/Mobil/
Büroauslagen
Werbung
Lager/Werkstatt
usw......usw. usw.... ( die Aufstellung/Ausgaben kann manchmal unendlich sein.....)

für Leute die gut im Kopfrechnen sind Summe bilden = Euro 50,--

Das oben aufgeführte bei ca. 200 Kg schweißtreibend handgeführt Fräse.

Dann kommt der Ps-Kracher EK 50.000,-- mit Abschreibung/Wartung/Reparaturen die deutlich höher sind. Mit ca. 1,5 Tonnen Gewicht stärkere Zugmaschiene und stabilem Hänger = höhere Transportkosten. Maschinenwert vielleicht noch teilfinanziert. Braucht mehr Umsatz, mehr Aufträge, mehr Werbung. Anständiges Lager/Werkstatt, keine Nische in der Garage. Haftpflicht höher. Stbe. will mehr Gebühren. Vielleicht noch höherer Benzinverbrauch als die handgeführte bei dem o.g. Beispiel ?

Durch die kürzere Fräszeit kann mehr Umsatz erbracht werden, was auch notwendig ist.

und igendwann kommen die ca. € 90,00 für diesen Einsatz an der 1,00 m Einzelstubbe zusammen.

Wenn ich von euch Zustimmung bekomme darf es gerne in die Fore " Grundlagenkalkulation Stubbenfräsen" eingestellt werden.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon greenhorn » Mi 4. Jun 2014, 19:34

das sollte sich dann jeder selbst ausrechnen, wenn er die Zeit für

An- und Abfahrt ? 1 Stunde
Be- und Entladen ? 0, 5 Stunden
sowie Fräßzeit ? Maschinenabhängig 0, 5 bis 2,5 Std.

Stundenaufwand 2 Stunden bis 4 Stunden

addiert und sich sagt, ich muss soviel in einer Stunde ( in der Regel Brutto 50,--) verdienen um meine Vorsorge, gesetzl. Sozialabgaben, eine Rente und die diversen Steuern bezahlen zu können
und das für mich noch ein anständiger Lohn am Ende des Monats übrig bleibt.

Beispiel bei der handgeführten Fräse :

4 Stunden Arbeit wären 200,--
Aufwand nach Kostenaufstellung 50,--

und € 250,-- will hier keiner mehr verlangen ? . Aber er müsste es damit er auf einen " grünen Zweig" kommt.
Und bei den Ps- Krachern verschiebt/verbessert es sich einwenig aufgrund der Zeitersparnis.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon greenhorn » Mi 4. Jun 2014, 19:36

Sorry für meine Aufzeichnungen, aber da ist manchen vielleicht klar geworden, das sich
das Fräsen eines Einzelstubben in 20 Km - Entfernung nur ab mind. € 200,--/ 250,-- lohnt.

Und wenn es allen klar ist, dann gibt es auch wieder anständige Preiskalkulationen und nicht den Lohn- Dumping wie beim Erdbeerenpflücken......

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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon abba » Fr 6. Jun 2014, 12:16

Gerade bei den Wurzelfräsern gibt es einige, die nicht in der Lage oder willens sind, sich einmal die Zeit zu nehmen, um ordentlich nach zu rechnen.
Ich habe drei Fräsen im Programm (RAYCO RG 25 HD, LASKI PREDATOR P-75, VERMEER SC 1152) und muß, damit die Maschinen sich mittelfristig rechnen, Mindestpreise aufrufen.
Wer dies nicht macht, sollte am Besten aufhören, bevor er nur Geld wechselt oder sogar noch welches drauflegt.

K.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon abba » Fr 6. Jun 2014, 12:24

Hier im Forum sind manche sofort angepisst, wenn du Kritik äußerst und Kommentare werden sofort gelöscht, wenn es dem Administrator nicht gefällt, was er so zu lesen bekommt!

Wie die Geschichte mit der stumpfen Säge: Immer weiter sägen und bloß keine Zeit verlieren und schon gar nicht das Sägeblatt erneuern, obwohl man danach wesentlich schneller arbeiten kann und somit effektiver und erfolgreicher zum Ziel gelangt.

Immer schön im unteren Preissegment herumplanschen und nie auf einen grünen Zweig kommen!

K.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon abba » Fr 6. Jun 2014, 12:35

Es dachten schon viele, das Rad neu erfunden zu haben, der Markt jedoch lehrt dich sehr schnell und verdammt hart, was auf Dauer besteht.
Im Prinzip ist es vollkommen egal, mit welcher Maschine du fräst, Hauptsache du kalkulierst ordentlich und verdienst gutes Geld dabei.

Ich bin seit 1994 als selbstständiger Forsttechniker tätig und würde jedem davon abraten, zu versuchen mit Wurzelfräsen sein Geld zu verdienen. Man kann etwas dazu verdienen, jedoch nur, wenn man breit aufgestellt ist und die Fräserei ein Teilbereich der betrieblichen Tätigkeiten darstellt.
Auf einem Blatt Papier sieht alles wunderschön aus, doch draußen im Wettbewerb wird nur der "Gute" und "Beständige" bestehen - und Qualität kostet eben auch!

K.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon abba » Fr 6. Jun 2014, 12:44

Nochmal kurz zu den Preisen: Hier bei uns im Rhein-Main-Gebiet fräse ich unter 2,00 € pro cm nicht (zuzüglich MwSt., An- und Abfahrt, Verfüllen, Entsorgen, etc.).
Einen einzelnen Wurzelstock berechne ich nach Stunden und die Zeit läuft von meinem Betriebsgelände bis zu diesem zurück - ganz einfach. Netto-Stundenlohn: 120 €.
Darin enthalten sind: MAN-LKW mit Kran, Wurzelfräse, meine Wenigkeit, sonstige Werkzeuge, Hilfs- und Betriebsstoffe).

K.
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon Franz » Sa 7. Jun 2014, 04:47

abba hat geschrieben:Es dachten schon viele, das Rad neu erfunden zu haben, der Markt jedoch lehrt dich sehr schnell und verdammt hart, was auf Dauer besteht.
Im Prinzip ist es vollkommen egal, mit welcher Maschine du fräst, Hauptsache du kalkulierst ordentlich und verdienst gutes Geld dabei

K.


Der Markt und die Maschine sind das ausschlaggebende Element.
Die Region spielt eine untergeordnete Rolle.

Beispiel :
Baumpflege-Kollege von mir im Rhein-Main Gebiet fräst mit einer 252 nur für Privatkunden und erziehlt 2,00 € pro cm.
Ein Unternehmer fräst für ihn für 0,40 € und 10,00 € Anfahrt pro Stubben.
Fazit :
Wer Augen hat kann lesen,und sieht gerade heute wieviel Maschinen zum Verkauf stehen.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Korrekt Kalkuliert ?

Beitragvon wurzelex » Do 28. Aug 2014, 15:34

Heute eine Preisanfrage für Stubbenfräsen bekommen , es wurde vermerkt das auf der gesamten Fläche Versorgungsleitungen liegen wo die Lage bzw Tiefe nicht genau bekannt ist ... Es soll bis 60 cm tief gefrässt werden , schon hohes Risiko oder? Wie geht ihr da dran ...Grüße
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