Geländetauglichkeit / Umbau

Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » Fr 18. Jun 2010, 16:22

Franz, ich hoffe Dich stört es nicht, wenn ich dieses Thema mit in diese Rubrik mitnehme. Vielleicht solltest Du diese Rubrik umtaufen in "Tieffräsen und sonstige Umbauten" oder so ähnlich, denn ich wußte jetzt nicht genau wo dieser Beitrag hin sollte.

So, da ich kein Allrad an meiner Carlton habe, bin ich am überlegen, ob ich einen Nachbau von Franz seinen "Geländeräder" mache. Jetzt ist mit folgendes im Internet aufgefallen von der Firma Felasto Pur. Was haltet ihr davon? Würde das funktionieren?
Grüße
Martin
http://www.felasto-pur.de/produkt/baumaschinen/traktionsband.html
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Franz » Fr 18. Jun 2010, 20:43

So einfach wie Du dir das vorstellst,ist es leider nicht.
Beobachte beim Fräsen mal den Schneidkopf,wenn Du ihn ganz unten hast,und dann ganz nach rechts oder links
schwenkst.
Du wirst sehen das der Gummischutz genau über das Rad schwenkt.
Über dem Rad ist kein Platz mehr,für die Kunststoffketten.
Ich habe auch mit Schneeketten experimentiert,nicht effektiv,die schmieren zu.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » Fr 25. Jun 2010, 10:35

Dumme Gedanken oder doch was dran?
Erfindergeist

Ich stelle mal eine Theorie auf:
"Es ist relativ einfach, eine Stubbenfräse die nur Frontantrieb auf Allrad umzubauen."

So ich weiß Franz, Du winkst gleich ab :D , aber nur mal in der Theorie!!
Was braucht man? 2 Ölmotoren, Hydraulikschläuche, Zubehör und erfinderischen Geist.

Nun sind noch die Frage die man vorher klären sollte,
Welche Umdrehungen/min/ Übersetzung hat die Vorderachse bzw. das Getriebe?
Welche Durchflussmenge muss der Ölmotor haben?
Langt die Öldurchflussmenge meiner Pumpe?

Die Kosten würden sich auch in Grenzen halten, da ein anständiger Ölmotor so um die 100-150€ kosten würde.

So was meint Ihr rein von der Theorie her?
Martin
 
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Franz » Sa 26. Jun 2010, 15:40

Mit einem Ölmotor für 150,00 € kannst Du an einer Antriebsachse nichts anfangen.
Unter den Carltonmaschinen 4400-4 und 7015 ist die Haupttragachse eine Differenzialgetriebeachse.
Sie ist erforderlich fürs Kurvenfahren,da ja die beiden Räder in einer Kurve verschieden lange Wege haben.
Du könntest ganz einfach durch verbinden der beiden Antiebsachsen die Kraft auf beide Räder bekommen,
nur würde die Maschine dann den Zwang zum Geradeausfahren haben.
Die neuen Vermeermaschinen haben haben eine sperrbare Vorderachse,was sich auch für die Carltonmaschinen
anbieten sollte.Denn darauf befindet sich die Hauptlast,das meiste Gewicht,was für den Antrieb von Vorteil ist.
Da eine Hydraulikanlage vorhanden ist, könnte man den Zylinder zum Sperren der Antriebsachsen damit betreiben.
Meiner Meinung die einfachere Sache die Achse in eine Sperrbare zu tauschen.
Die Zahnfleischkauer mit Kettenantrieb haben ihre Absteckstifte über eine Lochscheibe hinter dem Rad und können
so beide Räder sperren. ( sc 252 / RG 1620 / RG 1625 )
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » So 27. Jun 2010, 07:30

OK, da mein technisches KnowHow nicht so groß ist, aber noch eine Frage. Wenn ich mir die 7015 ansehe, hat doch die hintere Achse je einen Ölmotor auf einer Seite, so zumindest im CarltonThread, oder?
Martin
 
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Franz » So 27. Jun 2010, 10:56

Richtig,ist aber nicht das gelbe vom Ei.
1) Weil auf der hinteren Lenkachse keine Last ist, ( leichteste Stelle der Maschine )
2) Weil es an der Lenkachse egal ist,da Du beide Räder immer in die selbe Richtung stellst.
Für mich einfach und primitiv,siehe RG 50 permanent vier Räder im Eingriff.
Bei der 7015 sind jedoch immer nur drei Räder im Eingriff,und nicht wie die Schmagoldschen Klappstühle
behaupten vier Räder,seinen technischen Schwachsinn hat er ja von seiner Seite entfernt.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » So 27. Jun 2010, 13:08

Hmmm stimmt, ich beobachte oft, dass die hinteren Räder teilweise in der Luft stehen. Da nützt der Antrieb der hinteren Räder nichts. Also wenn ich es richtig begriffen habe, ist der Allrad der hinteren Räder für´n Ar... :o .
Ok, was auch interessant ist sind Raupenkits. Leider ist hier die Kippgefahr relativ groß, da keine Spurverbreiterung mehr möglich ist. Leider sind auch die Anschaffungskosten relativ groß. Wenn einer mal seine Stubbenfräse damit umbaut, laßt es mich wissen. :geek:

Ja, dann ist die einfachste Methode, Deine Geländereifen, Franz. Gehst Du damit in Serie? :D Ist ja eigentlich eine Marktlücke. Wirst Du die in Deinem Shop anbieten?

Grüße
Martin
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Raupenkit
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » Mo 28. Jun 2010, 11:06

So nun noch mal einen Nachtrag zu den Raupenkit´s. Eigentlich doch nicht ganz verkehrt. Man könnte so einen Raupenkit als "2ten Reifen" nehmen.
Also statt der doppelten Bereifung einen Raupenkit. Vom Platz würde es auf jeden Fall reichen. Jedoch weiß ich nicht wie sich das auf das Kurven fahren auswirkt.
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Franz » Mo 28. Jun 2010, 12:35

Franz hat geschrieben:So einfach wie Du dir das vorstellst,ist es leider nicht.
Beobachte beim Fräsen mal den Schneidkopf,wenn Du ihn ganz unten hast,und dann ganz nach rechts oder links
schwenkst.
Du wirst sehen das der Gummischutz genau über das Rad schwenkt.
Über dem Rad ist kein Platz mehr,für die Kunststoffketten.
Ich habe auch mit Schneeketten experimentiert,nicht effektiv,die schmieren zu.


Martin,es geht hier um Traum und um Wirklichkeit.
Die Kunststoffketten haben vorne keinen Platz,die würdest Du abfräsen.
Das beste und vernünftigste ist,wie schon gesagt,eine sperrbare Achse,doch dieses sollte von Carlton kommen.
Die ökonomischte und schnellste Lösung die Geländegängigkeit zu verbessern,ist die Anschaffung von
zwei Stück Schneeketten,damit hat man schon viel erreicht.
Es gibt aber Situationen wo auch meine Stahlräder zuschmieren,dann ist das Fräsen auch nur noch Krampf.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
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Re: Geländetauglichkeit / Umbau

Beitragvon Martin » Mo 28. Jun 2010, 15:44

Nene Du hast mich falsch verstanden. Bei den Aufziehketten ist mir klar, dass das nicht funktioniert, da wie Du schon erwähnt hast, der Schneidekopf den Traktionsbändern zusetzt. Das mit den von mir angesprochenen Raupenkits würde in der Theorie als auch im praktischen Teil funktionieren, da man bei dieser bauweise nicht näher an den Schneidekopf rankommt und auch von der Höhe nichts verändert. Der Nachteil hier sind die hohen Anschaffungskosten. Eine Achse kostet rund 1800,-€ (man bräuchte natürlich nur 1paar für die Vorderachse). Das ist mir zuviel. Wie Du aber sagst, Deine Idee ist praktisch und bezahlbar. Entweder werde ich sie demnächst nachbauen oder meinen Schloßer in Auftrag geben, da ich momentan wenig Zeit habe.
Aber, dass möchte ich trotzdem dazusagen, es würde funktionieren mit den Raupenkit. Dieser müßte aber meines erachtens selbst gebaut werden, da die 9" (ich denke es sind 9") eingehalten werden müssen, sonst wie Du sagst würde man Probleme von oben bekommen. Aber von der Idee ist es kein Traum sondern kann in die Tat umgesetzt werden.(Habe auch mit einem Bekannten gesprochen, vom Fach, der mir auch bestätigt hat, das die Idee funktionieren würde, statt dem 2ten außen Rad, ein Raupenrad zu montieren das auch schnell wieder abnehmbar ist.)

Grüße
Martin
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