Fräsen empfehlung.

Hier erfahrt Ihr alles über Maschinen.

Fräsen empfehlung.

Beitragvon Baumschubser » So 4. Feb 2018, 20:29

Hallo.
Ich bin auf der suche nach einer guten Fräse. Wie immer soll sie günstig aber gut sein.
Bisher habe ich fräsarbeiten an einen sub vergeben oder mit div leihfräsen gearbeitet wie der stf13ho von echo. Eine echte Quälerei. Zu fräsen habe ich ca 30 bis 50 stubben im jahr von hecke bis 1.5m durchmesser. Wobei ich die dicken nach wie vor an sub vergeben möchte.

Nun möchte ich was eigenes. Wenn man sich auf leihgeräte verlässt ist man verlassen. Krumme und stumpfe zähne sind da standart. Rutschender keilriemen oder gebrochene Lagerträger. Immer ist irgendwas.

Was haltet ihr von der
fsi b20/b22 13ps klasse
Laski 460 E 27ps
Ts Industries/jo beau b24 100 25ps
https://youtu.be/8OCtbULB6Ik
https://www.ts-industrie.eu/PDF/Fiches% ... 24-100.pdf

Ts industries /jo beau b13 90 13ps
https://youtu.be/JEYL2dNpupM

Die ersten drei sind sicher bekannt über die letzten habe ich hier noch garnichts gelesen. Die b24 100 gefällt mir am besten ist aber auch mit 14.000liste die teuerste. Hat aber auch hydraulischen fahrantrieb und schwenkt hydraulisch deb fräsarm hin und her. Lediglich die höhe muss man selbst halten. Durchfahrtsbreite 640mm ohne zwillingsreifen das ist echt schmal

Kann man die greenteeth 700 durch die china zähne ersetzen? Hab nicht viel hier über die greenteeth gelesen und wenn dan eher negativ. Was ist so schlecht an den 700er?

Selbst die platten tauschen oder schärfen sollte kein problem sein.

Ich freue mich auf eure einschätzungen
Mfg Philipp
Baumschubser
 
Beiträge: 3
Registriert: Do 1. Feb 2018, 19:55

Re: Fräsen empfehlung.

Beitragvon Franz » Mo 5. Feb 2018, 07:32

Lass dich nicht von Werbefilmchen verleiten.
Tierquälerei bleibt Tierquälerei.
Eine gebrauchte vermeer sc252 mit bis zu 1000 Stunden und gut ist.
Die sc252 läuft mit China-Super-Teeth am besten.
Ein neuer Kohlermotor kostet 2200,00 Euro,dafür ist Peter Wade aus Rodgau 06106 668224 da.
Um etwas zu verändern brauchen wir mehr Bessermacher und weniger Besserwisser.
Gruß
Franz
Franz
Administrator
 
Beiträge: 933
Registriert: Fr 29. Jan 2010, 11:12
Wohnort: Schmalfeld

Re: Fräsen empfehlung.

Beitragvon Baumschubser » Mo 5. Feb 2018, 21:09

Danke für die Antwort.
Das eine Professionelle Maschine wie die sc252 in der Handhabung besser ist und garantiert auch Kräfte schonender ist klar. spielt jedoch in einer anderen preisliga und ist mit 89 cm zu breit. Ich komme als Baumkletterer zu ja sagen wir mal 70 prozent zu Bäumen die durch den keller oder mit glück durch Garage oder schmale Gartentore erreicht werden. da käme ich mit 89cm nicht weit, mein Häcksler ein jo Beau M400 ist 73cm breit und das ist schon sehr eng. wenn ich einem Kunden mal sagen muss sorry kann ich nicht fräsen weil die Stubbe zu groß ist,Zumal ich größeres was auch gut zugänglich ist wie gesagt von den Fräsdiensten machen lassen möchte, dan ist das Ok. muss ich jedoch Sagen sorry geht nicht weil ich komm nicht Ran mit der Fräse, würde mich das doch ärgern.
eine Investition in der größenordnung 10.000 plus fällt eh in die Kategorie haben ist besser als brauchen aber Wirtschaftlich wird die Maschine nie ihr Geld verdienen dafür isses halt nur ein Nebenerwerb mit dem ich mir schöne spielzeuge kaufe. also Amortisation ist da nicht gegeben. das ist nu auch nicht weiter schlimm. das ist mehr so eine Sache des Rund um Service und wollte ich schon immer mal haben.


dennoch möchte ich das Geld nicht einfach zu fenster raus werfen und mir irgend einen überteuerten nicht ausgereifte Technik kaufen. wer billig kauft kauft halt 2 mal. also für mein Geld das best mögliche bekommen. mit so viel ergonomie wie möglich zu einem geringst möglichen Preis. im zeifel runter gebrochen bis zur Junior cut. jedes bisschen an Komfort oder Ergonomie wie Drehgelenk oder Fahrantrieb kostet Kohle und Gewicht.

Aber mal nun anders rum. die Stihl MS261 ist meine lieblings Säge, sie ist für das Meiste an Holz super und vollkommen ausreichend. jedoch in nem 100+ BHD Eichenbestand ist sie zu klein. dafür hab ich ne ms661. anders rum fängt keiner mit ner MS661 an und sägt 15er Weihnachtsbäume. Man muss das auch mal so betrachten wenn ich 1-3 Stubben in der Woche fräse dan war das stressig. ich fräse nicht 8 std am Tag.
also eine 25er Tannen stubbe am Tag mit ner Handgeführten Fräse empfinde ich als durchaus Ok. Bis die Dicken Fräsen wie ne D74 von FSI vom Anhänger abgeladen durchs schmale törchen Buchsiert den weg entlang über den rollrasen gefahren ist mit 1,5t womöglich noch schöne Spuren hinterlassen, hab ich die Stubbe aber schon weg gefräst und nicht schon paar Liter Diesel verbrannt bis ich da bin. das ist wie mit Kanonen auf spatzen schießen.
mal vom Platz im Anhänger abgesehen. die kleinen 13ps geräte stellt man mal mit aufm Hänger in die Ecke und gut ist. was bei der B24/100 schon schwer wird. aber eine sc 252 ist nu nicht gerade mal eben mitgenommen. aufm Kipperhänger wo schon hacker schubkarren etliche kisten mit Div. Kletterkram und Rigging material steht und womöglich noch der gefällte Baum mit entsorgt werden muss.

bleibt die frage was an den Greenteeth so schlecht ist. bei sehr vielen Herstellern sehe ich die Dinger als Erstausrüster. wenn ich mich an Leihfräsen erinner die das System hatten waren die Schneiden wenn sie Stumpf wurden jedoch nicht nur in dem 120° Bereich Stumpf sondern eher an der Vorderen spitze und immer weiter rum umlaufend bis über die Mitte. wenn man dan also 120 Grad weiter dreht hat man nicht viel gewonnen. also ein mehrfach benutzen wie es der Hersteller verspricht kommt da denke ich nicht in frage. spätestens nach dem ersten drehen ist der Fräser dan auch durch. oder sehe ich das falsch? man könnte dan den eindruck gewinnen das es eine reine verkaufsstrategie ist zu sagen unsere zähne kann man 3 mal wenden und sind immer scharf. welche Fräse es auch immer wird. möchte ich mir eine umrüstung auf china Super Teeth gern offen halten.

ich freue mich auf eure Antworten.

mfg Philipp Effenberger
Baumschubser
 
Beiträge: 3
Registriert: Do 1. Feb 2018, 19:55

Re: Fräsen empfehlung.

Beitragvon greenhorn » Mo 5. Feb 2018, 21:22

wenn Du bereits mehrere Leihgeräte benutzt hast, dann dürfte für Dich die Auswahl leichter fallen..... Leihfirmen haben oftmals die Auswahl zwischen Hangeführten und der Vermeer 252 oder 292. Grundsätzlich dürfte aber bei ca. 40 Stubben das Problem mit der Auslastung beim Einsatz einer stärkeren, gekauften Fräse sein. Nicht nur der Motor der 252 geht bei 500 Std. in die Knie auch die Fräsradwellen mit den gesamten Lagern und Zutaten ist austauschwürdig. Die Hälfte des EK-Preises geht in diesem Zeitraum für reine Reparaturen drauf. Neben Benzin und laufende Wartung sind auch die Zähne ein Kostenfaktor die einen Kauf in Frage stellen. Meine Meinung bei dem Umfang an Arbeiten...... Leihgeräte.......bei einer handgeführten jeweils individueller Einsatz........ bei einer 252 oder 292 gebündelter Einsatz und es kann nicht viel schief gehen, wenn ausreichend kalkuliert ist und die Verleihfirma nicht eine " Chaosklitsche pur" ist.
Ob Du eine Leihmaschine günstig übernimmst und die Zähne noch schleifen must oder bei der Eigenen das ganze Prozedere nach 4 Stunden machen musst, ist der gleiche Aufwand.
Ich würde an Deiner Stelle weiterhin ausleihen aber immer variabel auf die Leih-Geräte zugreifen. Es haben schon viele die Fräse nach 3 - 4 Jahren abgegeben, weil die Auslastung mit den tätsächlichen Kosten nicht im Einklang liegen.
Die Fräsmaschine auf dem Video hat nach "Sicht" auch ihre Schwachstellen:

- Feststellbremse bei jedem Zentimeter zu verstellen
- sehr geringer Schwenkradius des Fräsrades
- Gewicht ? den Berg hochziehen - auf den Hänger ? Berg ab wie wird gebremst evtl. mit der Feststellbremse ? das wird sicherlich ganz lustig
- Schwerpunkt - kippen seitlich wenn auf dem Fräsgut steht ?
- deutlich mangelhafte Fräsleistung bei "anständigen " Stubben
- sind Informationen über Belastungs- und Reparaturanfälligkeit bekannt ? Wiederverkaufswert ?

Auch das beste Video nützt nichts wenn das Gerät nicht das erfüllt was der Käufer sich vorstellt und dann "billigst" an den nächsten entsorgt werden muss.
greenhorn
 
Beiträge: 31
Registriert: So 25. Mai 2014, 17:32

Re: Fräsen empfehlung.

Beitragvon Baumschubser » Mo 5. Feb 2018, 21:49

Danke für die ausführliche antwort. Gerade die schwächen zu erkennen in den Geräten finde ich wichtig. Es ist schon spät daher gehe ich nur kurz drauf ein schwenkbereich ist 1m max das entspricht der sc 252
Kippt schnell. Ja bestimmt. Ist auch immer mit zwillingsbereifung zu sehen. Sicher hats einen Grund. Mir ist das leihen zu umständlich. Das kostet mich locker 1.5std mit umweg fahren etc. Zudem kosten in höhe von ca 100 bis 140 Euro wenn ich dan soe 30er tannen stubbe entfernen soll und dem kunden das für 180 euro anbiete dan bleibt die stubbe wo sie ist das macht keiner. Nehm ich denen 100 ab dan lassen die das machen. Das geht aber schon fürs leihen drauf. Daher eigene fräse und die 100 mit nehmen
Baumschubser
 
Beiträge: 3
Registriert: Do 1. Feb 2018, 19:55


Zurück zu Maschinenseite allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste